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Mit Forward-Darlehen das Zinstief optimal nutzen

10.01.2012 - Mit Forward-Darlehen das Zinstief optimal nutzen

Und selbst für mehr als 15 Jahre laufende Kredite werden teilweise weniger als 4 Prozent Zinsen verlangt.
Vorausschauende Bundesbürger sollten aktuell darüber nachdenken, wie sie diese günstigen Zinskonditionen für sich optimal ausnutzen können. So kann nicht nur der Traum vom Eigenheim mit deutlich weniger Zinslast erfüllt werden. Die aktuelle Zinssituation ist auch eine Chance für diejenigen Bauherren und Immobilienkäufer, die bereits vor einigen Jahren investierten. Läuft die Traumhaus.jpgerste Zinsbindungsfrist in weniger als drei Jahren aus, lohnt sich ein Blick auf das Angebot der Forward-Darlehen. Bei dieser Darlehensart sichern sich die Immobilieneigentümer schon heute günstige Zinskonditionen für Anschlusskredite, die normalerweise erst in einigen Jahren anstehen würden. Die Konditionen liegen nur geringfügig über denjenigen für sofort startende Baudarlehen und sind damit selbst im historischen Vergleich noch günstig. Beispielsweise kosten fünfzehnjährige Kredite heute bei der PSD Bank Koblenz eG 3,66 Prozent effektiver Jahreszins. Mit einer entsprechende Zinssicherungsvereinbarung für einen in 12 Monaten auslaufenden Vertrag liegt das Angebot bei 3,85 Prozent effektiver Jahreszins. Endet die Zinsfestschreibung erst in zwei Jahren, sind es 4,03 Prozent effektive Jahreszinsen, bei einer Wartezeit von drei Jahren 4,22 Prozent effektiver Jahreszins.
Das genaue Durchrechnen solcher Angebote ist angebracht, da viele Experten steigende Zinsen erwarten. Erste Vorboten sind die steigenden Inflationsraten in der Eurozone. Diese sorgen zwar nicht automatisch für eine teurere Baufinanzierung, doch erfahrungsgemäß ziehen in solchen Fällen die Hypothekenzinsen oft mit einer gewissen Zeitverzögerung nach. Die Warnzeichen sind unübersehbar: So ist im November 2011 die Inflationsrate in Europa laut der EU-Statistikbehörde Eurostat um 3,0 Prozent gestiegen. In Deutschland lag die Inflationsrate bei 2,4 Prozent und damit fast ein Prozent höher als ein Jahr zuvor.
Befürchtet wird zudem, dass mittel- bis langfristig auch die Käufe von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank und die Verbilligung von Krediten für die Geschäftsbanken die Inflation anheizen. „Genau vorauszusehen sind die Auswirkungen dieser Maßnahmen nicht. Wer ruhiger schlafen will, sollte deshalb über eine Zinsabsicherung nachdenken und sich beraten lassen“, rät Ralf Meyer, Baufinanzierungsexperte der PSD Bank Koblenz eG.